HALTUNG VON HETERODON NASICUS

Haltung:
Wir halten unsere Hakennasennattern in Holzterrarien mit den Maßen 88x50x60 (bxhxt). Aus Zucht-, und Fütterungsgründen halten wir alle unsere Tiere einzeln. Lediglich zur Paarungszeit werden ausgesuchte Männchen in die Terrarien der Weibchen gesetzt und verweilen dort mehrere Wochen. Sobald das Weibchen anfängt stark zuzunehmen, trennen wir die Tiere wieder voneinander. Als Bodensubstrat benutzen wir eine ca. 6 cm hohe Schicht Altromin, da es relativ günstig ist und nicht schimmelt, ja sogar verdaut werden kann. Deshalb halten wir dieses Bodensubstrat am effektivsten und sinnvollsten. Eine hygienische Haltung kann so garantiert werden. Als Versteckmöglichkeiten dienen ein Stück Baumrinde und ein umgedrehter Tontopf. Des Weiteren befindet sich in jedem unserer Terrarien eine so genannte WETBOX. In dieser herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit und sie wird von den Tieren gerne vor dem Häuten oder zur Eiablage aufgesucht. Bei einer sonst trockenen Haltung auf Altromin oder Kies ist so eine WETBOX unerlässlich! Eine Wasserschale darf selbstverständlich nicht fehlen, dies versteht sich von selbst. Die Temperaturen steigen Tagsüber langsam auf ca. 31°C und fallen nachts auf ca. 25°C.

Ernährung:
Unsere Hakennasennattern kriegen je nach Größe und Alter alle 4 bis 7 Tage eine tote Maus in entsprechender Größe. Da Hakennasennattern aufgrund ihres schnellen Stoffwechsels nicht zur Verfettung tendieren, kann man diese eigentlich gar nicht überfüttern. Manchmal gibt es bei kleinen Hakennasennattern jedoch einige Schwierigkeiten bei der Futteraufnahme. Doch gibt es ein paar Tricks, wie man fast jede Hakennasennatter ans Fressen kriegt. Wenn das Anbieten von lebenden oder toten Babymäusen nichts bringt, dann schneidet man der Babymaus den Kopf an und versucht es noch einmal. Führt auch diese Methode nicht zum Ziel, dann müsste ein Stück Hähnchen oder Fischfilet den gewünschten Erfolg bringen. Versagt auch diese Methode, muss man noch tiefer in die Trickkiste greifen und die Babymäuse mit einem Frosch, z.B. Hyla cinerea, verwittern. Da Hakennasennattern eigentlich Frosch und Krötenfresser sind, müssten sie diese akzeptieren. Ansonsten bleibt nur das Verfüttern von Fröschen oder Anolis, was leider auf Dauer teuer wird und ein gewisses Risiko im Bezug auf Endoparasiten mit sich bringt.

Überwinterung:
Die Tiere werden ab Mitte November ca. 10 Wochen lang bei Temperaturen von ca. 12°C überwintert.

Fortpflanzung:
Die Fortpflanzung findet im Frühling statt, wenn die Temperaturen wieder langsam steigen und die Tiere aus dem Winterschlaf kommen. Wichtig ist darauf zu achten, dass die Tiere nach der Überwinterung viel Futter zu sich nehmen, um bei einer eventuellen Trächtigkeit genügend Kraft zu haben. Die Zugabe von Vitaminen und Spurenelementen ist nicht notwendig, kann aber auch nicht schaden. Die Männchen sind bereits mit etwa einem Jahr geschlechtsreif und die Weibchen nach ca. 2 bis 3 Jahren. Das wichtigste Kriterium ist jedoch nicht das Alter der Weibchen, sondern das Gewicht. Ein Weibchen sollte mind. 300 Gramm wiegen, bevor es verpaart wird, sonst kann es zu Komplikationen während der Trächtigkeit kommen. Hakennasennatter Weibchen legen ihre Eier meistens im Mai, wobei es manchmal sogar ein zweites Gelege gibt, sehr selten ein drittes. Die Eier müssen in einem Inkubator ausgebrütet werden. Die Zeitigungsdauer schwankt je nach Temperatur zwischen 45 und 60 Tagen. Wir inkubieren bei 29° C und die Ersten schlüpfen meistens schon nach dem 46. Tag. Die Gelegegröße variiert zwischen 5 und 25 Eiern, je nach Größe und Gesundheitszustand des Weibchens.

Aufzucht:
Die Aufzucht erfolgt am besten in Heimchendosen. Es müssen dieselben Bedingungen gegeben sein, wie bei den Elterntieren. D.h. Versteckmöglichkeit, Wasserschale, Substrat zum Graben und eine Temperatur von ca. 28° C. Gefüttert wird alle drei bis vier Tage!

Lebenserwartung:
15-20 Jahre